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Pfarreigeschichte vor der Gründung

Um 1900

Vor rund hundert Jahren war das heutige Gebiet der Pfarrei St. Heinrich noch kaum besiedelt; östlich der Bahnlinie standen im Jahr 1880 lediglich sieben bewohnte Häuser. Das Gebiet der heutigen Pfarrei war wegen des leicht sumpfigen Geländes nicht bevorzugtes Bauland. In den achtziger Jahren wurde von der Heeresverwaltung hier eine Kasernenanlage errichtet, was den Anstoß zur weiteren baulichen Entwicklung gab. In der Folgezeit ließen sich einige größere Industriebetriebe in der Nachbarschaft nieder und die Eisenbahn erstellte mehrere Wohnblöcke in der Nähe des Bahnkörpers. Weitere Wohn- und Geschäftshäuser sowie einige Gärtnersiedlungen schlossen sich an. Um die Jahrhundertwende war die Bevölkerung von Bamberg-Ost schon so weit gewachsen, dass 1910 mit der Rupprechtschule ein eigenes Schulhaus gebaut wurde. In der Folgezeit wuchs der neue Stadtteil weiter. Er gehörte noch zur Pfarrei St. Gangolf.

1914-20

Schon 1914, vor Ausbruch des Krieges, fasste der damalige Gangolfer Pfarrer, Geistlicher Rat Dorsch, den Plan, in der neu entstandenen Siedlung eine eigene Kirche zu errichten. Im April 1914 wurde der Kirchenbau-Verein Bamberg-Ost gegründet, der Interesse für den Kirchenbau wecken und die notwendigen Mittel dafür sammeln sollte.

Während des 1. Weltkriegs kam nicht nur die Bautätigkeit im neuen Stadtteil vorübergehend zum Stillstand, auch erlitten die Bemühungen um den Kirchenbau einen erheblichen Dämpfer, da durch die Inflation das bisher gesammelte Geld praktisch wertlos war.

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